Buchen

Geschichte

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Ringstraße als Boulevard geplant und mit dem Opernring die Lücke zwischen Altstadt und Wienfluss geschlossen. Ihre Erfindung sorgte von Anfang an gleichzeitig für Ablehnung und Bewunderung. Der Widerspruch zwischen historischer Architektur und rational-moderner Anlage, wie sie der berühmte Jugendstil-Architekt Otto Wagner sah, war Keim der Kritik. Der erste Bau in der Stadterweiterungszone entstand 1859 am Opernring 1-5 und war als Blockbau eine Neuerung im Stadtbild. Damit setzten sich vermögende Industrielle ein Denkmal und baten dem Kaiserhaus Parole.

Wiener Oper

Durch die Nähe zur Hofburg und an wichtigen Bewegungslinien (Kärntnerstraße) war der Ort ebenso prädestiniert für eine prominente öffentliche Nutzung, das Opernhaus fand hier seinen Platz.

Bild B: 230 x 155

Das für damals eher bescheidene Stadthaus am Opernring 11 wurde am Ende der Jugendstilepoche 1912/13 erbaut. Die Architekten Ludwig Müller, Student von Otto Wagner und Leopold Roth errichteten damals einen für diese Zeit fortschrittlichen Eisenbetonbau. Sie entwickelten eine moderat moderne Formensprache und beeindruckten mit eigenwilligen plastischen Dekorationen.

In den 1920er Jahren befand sich im Erdgeschoss das Café Sacher mit seinen beeindruckenden Arkadenplätzen im Mezzanin, wo ein renoviertes Mosaik an diese Zeit erinnert.

Seit 1925 wird das Haus als Hotel privat geführt. Stets haben sich die Eigentümer bemüht, Elemente der Jugendstilzeit zu erhalten. Diese finden Sie besonders im Stiegenhaus, welches noch zu 100 % erhalten ist und in der Fassade wieder. Im 3. Stock, der Beletage, welcher früher als Empfangsraum für hohen Besuch diente, befindet sich heute der Frühstücksraum.